Standardisierung und Nummernräume

GSM ist ein internationaler Standard. Wenn dies nicht harmonisiert wäre, könnten die Netzwerke nicht unter-
einander kompatibel sein, International Roaming wäre nicht möglich.

Es gibt deshalb mehrere Institutionen, die Standardisierungen erstellen und verwalten. Dies sind z.B. die ITU (International Tele-
communication Union) oder die
ETSI (European Telecommunications Standard Institute). In diesem Zusammenhang sind nachfol-
gend die Nummernräume beispielhaft für zwei Bereiche dargestellt:

1.

E.164 Assigned Country Codes
Die
internationalen Vorwahlen

Im Amtsdeutsch der damaligen Bundespost hieß es: Selbstwählvorwahlen für den internationalen Fernsprechfernverkehr.
Eigentlich beschreibt dies exakt den Zweck dieser Zahlen, nämlich ein für jedes Land oder Gebiet einmaliger Code, der, über
die Telefontastatur eingegeben, automatisch mit einem Anschluß in dem entsprechenden Land verbindet. Diese Codes werden von der ITU unter dem Kürzel E.164 verwaltet. Die ITU weist auch im Falle von z.B. neu entstehenden Staaten neue Codes zu.

Der Code für Deutschland lautet 49. Aus jedem Land der Erde ist Deutschland über diese 49 zu erreichen. Meist wird eine 00
vorgesetzt, um dem Telefonnetz zu signalisieren, daß es ins Ausland geht. Aber auch 011, 009 oder andere Ziffern gibt es.
Im Anschluß wird dann die deutsche Ortsvorwahl (ohne 0) gewählt und dann die Nummer des Teilnehmers: 0049 211 1234567.

Eine vollständige Liste der Vorwahlen findet sich hier.

2.

E.212  Mobile Country or Geographical Area Codes
Die
Landescodes für Mobilfunk-Netzwerke

Auch der Mobilfunk ist durch geographische Codes standardisiert. Die ITU setzte die E.212 hierfür fest. Dreistellige Zahlen be-
zeichnen den Ländercode eines jeden Mobilfunknetzes. Anhand dieses Codes erkennt ein Handy, in welches Netz es sich ein-
bucht. Es handelt sich um keine Vorwahl, sondern um eine Netzcodierung, von der der Nutzer normalerweise nichts sieht.

Eine vollständige Liste der Country Codes findet sich hier oder hier.