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Der Monitor-Modus ist ein in vielen Handys verstecktes Menü, das normalerweise deaktiviert ist. Über dieses Menü lassen sich netzspezifische Daten auslesen, wie z.B. Frequenzen und Kanäle des Mobilfunknetzes, Zellnummern, Netzdaten und vieles mehr. |
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Die Struktur des Monitor-Modus |
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Der Monitor-Modus ist in verschiedene Menüs unterteilt, die sich jeweils mit einer bestimmten Thematik befassen. In diesen Menüs gibt es jeweil unterschiedlich viele Screens. Im einzelnen: |
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Zu einigen dieser Menüs und Untermenüs folgen einige Erläuterungen und Beispiele: |
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Menü 1, Screen 1 |
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Nach Aktivierung des Monitor-Modus startet das Programm mit Menü 1, Screen 1. Grundsätzlich wählt man die Menüs mit der Navigationstaste, “rechts” und “links” wechselt in den Menüs, “oben” und “unten” zeigt die einzelnen Screens. |
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Zeile 1: Kanalnummer |
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Jede GSM-Zelle sendet auf einem bestimmten Signalisierungskanal. Im GSM 900 sind dies die Kanäle 1 bis 124, im E-GSM 900 die Kanäle E1 bis E24 und 975 bis 999 und 0, im GSM 1800 die Kanäle 512 bis 885 und im GSM 1900 die Kanäle 512 bis 810. |
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Zeile 2: Empfangspegel |
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Der “RX Level” gibt die Signalstärke der momentan empfangenen Zelle in dBm an. Direkt vor einer Basisstation sollte dieser Wert sich null annähern, je nach Netz ist bei -113 bis -117 dBm der niedrigste erlaubte Wert erreicht. |
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Ein Wert von -24 dBm ist schon äußerst gut, er ist normalerweise nur bei Inhouse-Picozellen zu erreichen, die in wenigen Metern Entfernung angebracht sind. -55 dBm werden in der Nähe einer Basisstation erreicht, bei -84 dBm erhält man noch eine volle Balkenanzeige bei Nokia. |
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Zeile 3: Sendestärke |
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“Tx Power Level” gibt die Sendestärke des Handys an, mit der dieses die Verbindung zur Basisstation hält. Dieser Wert erscheint im Display nur bei aufgebautem Gespräch (“Dedicated Mode”). |
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Zeile 4: GPRS Attach |
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Ein Wert zur Verwendung von GPRS. Bei aufgebauter GPRS-Verbindung erscheint hier “GP”. |
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Zeile 5: Timeslot und Timing Advance |
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Durch die technische Definition von GSM sendet das Handy auf einem bestimmten Time Slot (TS) des Kanals, der in 8 solcher Slots aufgeteilt ist. Die Werte können von 0 bis 7 reichen. Aus dem Wert für “Timing Advance” (TA) läßt sich die ungefähre Entfernung zur Basisstation ermitteln (beide Werte nur bei aufgebautem Gespräch). |
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Oben einige Beispiele für die möglichen Werte. Der Wert für “TA” mit 550 Metern multipliziert gibt die ungefähre Entfernung zur Basisstation an. Dieser Wert kann maximal 63 annehmen. Daher ist es grundsätzlich für ein GSM-Handy prinzipiell möglich, bis zu 35 km weit zu senden. Im zweiten Screenshot z.B. ist der Sender ca. 22,5 km entfernt. |
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Zeile 6: Empfangsqualität |
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Durch den Wert für “Rx” wird die sogenannte Bitfehlerrate bei der aktuellen Übertragung angegeben. Null ist ein perfekter Wert, es gibt kaum Störungen. Bis zum Wert 3 ist sind die Übertragungsfehler unhörbar, ab 4 merkt man kurze Aussetzer und ab 6 ist das Gespräch stark abgehackt. Bei 7 ist die Verbindung kurz vor dem Abbruch. |
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Zeile 7: C1 und C2 Wert |
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Durch diese Werte kann das Netz steuern, wann das Handy einen Handover zur nächsten Zelle durchführt. Zum Beispiel ist es möglich, künstlich das Einbuchen in eine Zelle mit schlechterem Pegel zu forcieren. |
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Zeile 8: Nutzband und Kanaltyp |
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Durch diese Werte kann das Netz steuern, wann das Handy einen Handover zur nächsten Zelle durchführt. Zum Beispiel ist es möglich, künstlich das Einbuchen in eine Zelle mit schlechterem Pegel zu forcieren. |
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Wie bereits bei den Erklärungen zur Kanalnummer (erste Zeile) gezeigt, wird hier noch einmal das Frequenzband angezeigt. |
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Der Wert daneben gibt das derzeitige Übertragungsverfahren an. Im “Idle Mode”, also im Standby, kann hier z.B. “CCCH” oder “CBCH” stehen, letzterer Wert zeigt an, daß das Netz Cell Broadcast Kanäle übermittelt. |
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Zeile 9: unbekannte Werte. |
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Hierfür liegen wir leider keine Angaben vor. |
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Menü 1, Screen 2 |
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Menü 1, Screen 3-5 |
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Die Screens 3 bis 5 zeigen die aktuell empfangenen Kanäle von benachbarten Zellen an. Das Telefon beobachtet permanent die neben der aktuellen Zelle verfügbaren Kanäle und zeigt diese hier an. Screen 3 nennt in der oberen Zeile unter “Serving Cell Info” die aktuelle Zelle mit Kanalnummer und Empfangspegel sowie C1 und C2 Werten. Darunter folgen bis zu 8 weitere Zellen mit den gleichen Angaben, verteilt auf Screens 3, 4 und 5. |
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Menü 1, Screen 6 |
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In Screen 6 werden die bevorzugten und verbotenen Netze in Zahlencodes angezeigt. Diese werden aus der SIM-Karte ausgelesen und bestehen aus 5 Ziffern, wovon die ersten 3 Stellen einen Ländercode und die letzten beiden Stellen den Netzcode angeben. Jedes Mobilfunknetz wird durch einen eigenen Code gekennzeichnet. Eine Liste aller Codes findet sich hier und hier. |
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Es werden auf jeder Seite der Anzeige vier Netzcodes angegeben. In der linken Spalte findet man oben den Netzcode des gerade verwendeten Netzes, darunter die drei ersten, bevorzugten Netze. Diese lassen sich auf die SIM-Karte programmieren, um das Telefon zu veranlassen, z.B. das günstigsten Netze im Ausland auszuwählen. Leider bieten Nokia-Telefone nicht die Möglichkeit einer solchen Programmierung. |
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Die rechte Spalte gibt die Netzcodes der letzten vier verbotenen Netze an, üblicherweise sind dies die anderen Netze des Heimat- landes, z.B. bei einer deutschen Vodafone SIM-Karte wären dies die Netzcodes von T-Mobile, eplus und O2 - die man eben nicht nutzen darf. Alternativ kann hier auch der Netzcode eines ausländischen Netzes stehen, mit dem der Aussteller der SIM-Karte kein Roamingabkommen geschlossen hat, das Telefon aber versucht hat, sich dort einzubuchen. |
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Menü 1, Screen 7 |
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Screen 7 zeigt die Netzfeatures an. Eine gesetzte 1 bedeutet, dass das Feature durch das Netz unterstützt wird. Im einzelnen: |
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Menü 1, Screen 8 |
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Die in Screen 8 angezeigten Daten gliedern sich wie folgt: |
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Menü 1, Screen 9 |
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Screen 9 enthält für die Netzkatalogisierung die wichtigsten Angaben. Hier sind neben den Angaben zum Netzcode (siehe Screen 6) auch Kanalname sowie Nummer der Zelle und eine Gebietsnummer angegeben. |
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4x UNTEN: Beispiele für Zellen aus den deutschen Mobilfunknetzen. Links eine Vodafone-Zelle auf Kanal 55 mit LA 200 und CI 15872. Daneben eine Zelle von T-Mobile, hier sind die Zellnummern nach einem anderen Schema numeriert. Rechts eine Zelle aus dem O2 Netz. |
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4x OBEN: Weitere Varianten von Zelldaten. Links bei einem laufenden Gespräch im deutschen T-Mobile Netz, hier wird eine Zelle im GSM1800 Bereich verwendet. Daneben Zellen von Vodafone und O2 in Grossbritannien in GSM 1800 und im E-GSM 900. |
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4x UNTEN: Diese vier Screnshots entstanden in Nordamerika; diese Netze haben (mit Ausnahme von T-Mobile, 310-26) dreistellige MNCs. Links ein mir |
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Menü 1, Screen 10 |
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Menü 1, Screens 11-14 |
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Die Screens 11 bis 14 bieten die Möglichkeit, das Einbuchverhalten des Telefons in GSM-Zellen zu beeinflussen. Dies kann u.U. die Stabilität bzw. Funktionalität des gesamten Netzes beeinflussen. Eine Erklärung für die einzelnen Funktionen wird auf den entsprechenden Screens geliefert. |
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Menü 5, Screen 1 und 2 |
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Menü 5 zeigt an, auf welchem der 8 Timeslots das Telefon gerade sendet. Im Datenübertragsungsmodus HSCSD können mehrere Timeslots gleichzeitig genutzt werden. |
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Menü 6 |
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In Menü 6 und seinen Screens findet man Details zur Datenübertragung via GPRS (General Packet Radio Service) und E-GPRS bzw. EDGE. Unter anderem findet man nochmals Angaben zu Kanalnummer und Netzparametern. In Screen 12 ist anhand eines Flags angegeben, ob das Netz EDGE unterstützt. |
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Menü 7, 8, 9 und 10 |
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Zur Funktion dieser Menüs liegen mir leider keine Informationen vor. |
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Menü 41 |
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Menü 41 gibt Aufschluss über einige Werte zum UMTS (WCDMA) Netz. Falls das Telefon in ein solches Netz eingebucht ist, werden verschiedene Werte angezeigt. Nachfolgend eine Auswahl: |
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Menü 46, 47 und 48 |
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Zur Funktion dieser Menüs liegen mir leider keine Informationen vor. |
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Menü 81 |
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